Bahamas 02/2016

 




Die SharkSchool mit Dr. Erich Ritter

Haibegegnungen....Es gibt keine gefährlichen Haie-
lediglich gefährliche Situationen.

Diese Situationen richtig zu verstehen und zu deuten, macht jede Hai-Begegnung zu einer absolut faszinierenden und sicheren Erfahrung. Nach mehr als 20 Jahren wissenschaftlicher Studie und Feldarbeit mit Haien in ihrer natürlichen Umgebung hat Dr. Erich Ritter die Faktoren gefährlicher Situationen bestimmen können. Von diesen hat er leicht erlernbare Mensch-Hai-Interaktionskonzepte abgeleitet, die es jedem Schwimmer, Schnorchler oder Taucher erlauben, sich zu jeder Zeit sicher und fasziniert in der Gegenwart von Haien aufzuhalten.
SharkSchool™ von "Green Marine" (Global Green Marine, Inc.) wurde vor mehr als 15 Jahren in Miami / Florida als die Schulungs-Abteilung des Shark Education & Research Center auf den Bahamas gegründet. Das Hauptziel ist, Menschen näher an die vermeintliche Bestie Hai heranzuführen. Dabei erhält die selbst erlebte Interaktion mit ihnen und die Tatsache, wie essenziell ihre Position und Wichtigkeit im Lebensraum Ozean ist, einen besonderen Fokus. 
Die tragenden Säulen von Sharkschool™ sind:
1. Fortwährende wissenschaftliche Untersuchungen
- zu Hai-Verhalten
- von Hai-Unfällen
2. Wassersport-, Natur- und Haifreunden die Möglichkeit zu bieten für sichere, absolut faszinierende Begegnungen mit unterschiedlichen Hai-Spezies auf der ganzen Welt; unter fachlicher Aufsicht.
3. Aktive Aufklärungsarbeit zu leisten mit Hilfe spannendem Edutainments über Haie im Allgemeinen und die Hai-Mensch-Interaktion im Besonderen.
Allen Fortschritten und Erkenntnissen zum Trotz, zeichnen viele Medien auch weiterhin ein Monster-Image für die Haie. Dieses steht im krassen Gegenteil zur veritablen Natur der Tiere und muss dringend angeglichen werden. Denn: "Nur was wir kennen, das schützen wir auch."

 

Text

 

 

Wieder einmal ging es mit WIRODIVE auf Reisen.
!!!!!!!Große und viele Haie auf den Bahamas !!!!!
Zwei Wochen Shark School mit Dr. Erich Ritter:
die erste Woche auf Grand Cay, dann noch eine Woche Tauchsafari auf der Dolphin Dream
Im Anschluss noch 4 Tage nach Florida zum Crystal River und den Manatees.

Von Frankfurt über Miami nach Freeport auf die Bahamas.
Erich holt uns am Flughafen ab. Danach noch ein kleines Frühstück und dann zum Hafen.
Eigentlich könnten wir mit dem Speed Boot losfahren!! Doch der Bootsmann fehlt noch.
Zwei Stunden später kommt er, doch los geht es noch lange nicht. Wegen Motorschaden dauern die Reparaturen noch mal 3 Stunden, aber dann endlich……im Dunkeln durch die Gewässer der Bahamas, auch nicht schlecht.
Nach ca. 2 Stunden Bootsfahrt kommen wir auf Grand Cay an. Was die Inselbewohner viel haben,
ist Zeit und die Ruhe weg. Also treffen wir uns auch erst am nächsten Morgen 10:00 Uhr zum ersten Haitauchgang.
Alle Tauchklamotten auf ein kleines Motorboot und los geht‘s. Zum ersten TG kommen ca. 6 karibische Riffhaie. Aber nur weil der Bootsmann etwas Köderfisch ins Wasser wirft. Super Sichtweiten und die Haie machten die lange Anreise wieder gut.
Am Nachmittag per Schnorchel am Shark Beach! Wo auch schon ein paar Schwarzspitzen und Karibische graue Riffhaie auf uns warten.
Nun die ersten Lektionen zur Anwendung, die uns Erich zuvor beigebracht hat.
Interaktion mit Haien um uns herum. WOW! die kommen schon einmal sehr nahe. Dank des Bootsmanns, der wieder Futter für die Haie ins Wasser wirft.
Am Abend treffen wir uns zur Shark School im Schulungsraum. Sehr anschaulich erteilt Erich uns die ersten Lektionen.
So verlaufen auch die nächsten Tage, aber es kommen immer mehr Haie zu den Futterplätzen.
Und am Shark Beach werden die Übungen interessanter, so dass wir am letzten Tag allein mit Haien schnorcheln und immer mehr Futter vor uns geworfen wird.
Die Haie sind nicht an uns interessiert, nur an dem Köderfisch. Aber wenn sie so schnell und von allen Seiten an einem vorbeischwimmen oder jagen, hält man schon einmal die Luft an.
Erich sagt, die erste Woche ist Qualität, die zweite Woche ist Quantität.
Er soll recht behalten!!!!

Nach einer Woche geht es auf die Dolphin Dream, einen umgebauten Schrimpskutter. Doch für Taucher super geeignet. Mit Top Service an Bord, super Taucherplattform, lecker Essen und mutigen Gudis.
Gleich der erste TG, Gerald ist wie alle sehr begeistert. Zwei Ammenhaie, 10 Karibische grau Haie und 12-15 Zitronenhaie, bis zu 3 Meter lang, warten auf uns unter Wasser.

Das sind schon einmal ordentliche Burschen, und so viele!
Sturm und schlechtes Wetter lassen uns nur jeden zweiten Tag ins Wasser. Die freie Tauchzeit nutzen wir, um dem zweiten Teil von Erichs Shark School Schulungen zu lauschen.
Alles sehr interessant und Erich ist ein super Lehrer, eigentlich gehen wir wie alte Freunde miteinander um.
An den Tauchtagen werden es immer mehr Haie - es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir immer viele Fischreste dabei haben.
Bei manchen TG kommen 4 Tigerhaie, der kleinste ca. 3 Meter und der größte ca. 4 Meter.
Dazwischen um die 20 anderen Haie. Was für ein Spektakel.

So manch einer fragte, habt ihr keine Angst gehabt??!!
Nein, hatten wir nicht. Erich Ritter erklärte uns in den vielen Stunden der Shark School wie wir uns verhalten sollten.
Aber Respekt hatten wir schon.

Jeder Großfisch-Hai Fan sollte das einmal gesehen haben. Einige Videofreqenzen könnt ihr auf dieser Seite hier anschauen.
Es gibt so viele gute Motive, aber Dank der ordentlichen Wasserkühlung laufen unsere GOPRO´s und Kameras nicht heiß.

Nach dieser Woche geht es noch nach Florida / Crystal River zu den Manatees.
Die Wegbeschreibung erspare ich mir, das würde zu lange dauern. Aber lustig war es!!!
Am Crystal River werden wir im Plantation Hotel untergebracht.
Gleich am ersten Morgen geht es 10:00 Uhr los. Die Ranger, die uns begleiten, verhalten sich sehr sonderbar - entweder weil man selbstständig schnorcheln kann oder weil man ihre Videos nicht kauft? – wer weiß.
Ich werde mehrmals ermahnt, mach dies nicht, das ist nicht erlaubt, ….
Gut zahlende Gäste, die nicht einmal Schnorcheln können, werden in den Himmel gehoben. Na ja die kaufen ja auch die Filme. An denen kann man auch noch Geld verdienen.

Zu den Manatee Begegnungen will ich bemerken: Mit Tierschutz hat das nicht so viel zu tun. In meinen Augen dürfen viel zu viele Leute ins Wasser. Nur kleine junge Tiere die neugierig sind kommen zu den Schnorchlern. Die erwachsenden Tiere tauchen schnell unter allen hinweg.
Aber wir können in den 3 Touren trotzdem ein paar schöne Begegnungen verbuchen.
Die sehen schon drollig aus, wenn sie so auf einen zu geschwommen kommen.
Im Ganzen kann ich zu dieser Reise nur eins sagen„ WOW„. Es ist zwar nicht billig, aber so etwas erlebt man nicht alle Tage. Für die tollen Hai- und Manatee-Begegnungen gibt es einen dicken Daumen nach oben von mir.