Isa Guadalupe, Socorro ... 11/2011

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Nautilus Explorer
Guadalupe / San Benito / California Channel Islands

Nun war es endlich soweit, die Reise hatten wir vor 2 Jahren und 9 Monaten gebucht.
Mit Basti flog ich über London nach Los Angeles. Wir wollten vor der Tauchsafari noch ein wenig die Westküste der USA ansehen. Der Hollywood Blvd und der Sunset Blvd waren am ersten Tag unsere Ziele. Natürlich besuchten wir auch den großen Hollywood Schriftzug.

Am zweiten Tag fuhren wir nach Malibu und nach Venice Beach. Da sahen wir viele abgedrehte Sportler, dicke Zuschauer und tollkühne Artisten am Strand.

Der dritte Tag sollte für das 400 Meilen entfernte Las Vegas bleiben und die Fahrt bei 80 Meilen pro Stunde zog sich hin. Aber es hat sich gelohnt, denn der helle Wahnsinn erwartete uns, was dort in die Wüste gebaut wurde. Nachts sieht die Stadt aus wie ein Tannenbaum. Alles ist riesig, bunt und laut.
Am nächsten Morgen fuhren wir nach San Diego, um uns mit den anderen Tauchern der Reise zu treffen.
Am Abend ging es per Bus nach Mexico und nach 2 Stunden hatten wir die Nautilus Explorer erreicht. Um nach Guadalupe zu kommen fuhren wir einen Tag und eine Nacht und wir hatten genug Zeit, um das Boot uns genauer anzusehen. So viel Service und Freundlichkeit hatte ich bis jetzt nur auf Galapagos kennen gelernt. Das perfekte Tauchschiff für die hohe See. Das Essen war hervorragend und die Crew war einfach nur Spitze. Mit 30 Bier- und 11 Whiskysorten war die Bar ausgerüstet, dass soll schon was heißen.
Die ersten Tauchgänge sollten bei den Weißen Haien sein. Ab 08:00 Uhr ging es streng nach Uhr und Namensliste in die Tiefenkäfige. Wir hatten Sichtweiten bis zu 30 Metern und als die ersten Weißen kamen, glaubten wir es kaum. Bis zu 6 Meter große Weibchen sahen wir bei jedem der 9 TG. Big Mama war 5 Meter lang, hatte aber einen Körperumfang, die alle anderen in den Schatten stellte.
Manchmal waren 3 Tiere an den Käfigen. Man konnte gut beobachten, wie sie die Köder umschwammen und ihre Kreise immer enger wurden, bis sie schließlich zubissen. Das waren mit die beeindruckendsten TG, die ich je gemacht habe.
Basti bemerkte nur, dass es gut war, die Trockenanzüge mitgenommen zuhaben. Bei 18 Grad und 40 Minuten stehend im Käfig, wurde es den Naßtauchern schon recht kalt. Sie sprangen nach den TG gleich in den warmen Pool der sich auf dem zweiten Deck befand.

 

 

 

Basi & Jens im Tiefenkäfig, dabei entstand dieses Bild.
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Nach drei Tagen fuhren wir ca. 5 Kilometer weiter und tauchen an Guadalupe, nur jetzt ohne Käfig, dafür auch ohne Köder im Wasser. Die TG waren bei guter Sicht recht interessant. Wir sahen Hornhaie, Lobster, Drachenköpfe, aber die großen Weißen sahen wir leider nicht. Vielleicht auch besser so!!!!!!!!
Danach Anker hoch und wieder eine Nachtfahrt nach San Binito. Dort warteten im Kelbwald schon die Seelöwen auf uns. Das tauchen in den Wäldern ist großartig, wie in einem dichten großen Wald, wo die Wipfel nur wenig Licht durchlassen.
An einem Felsbrocken angekommen und in ca. 5-8 Metern Tiefe fanden wir den Kindergarten der Seelöwen. Am ersten und zweiten TG waren sie noch recht vorsichtig. Aber am 3-4 TG hatten die kleinen Strolche alle Ängste verloren. Am Interessantesten für die Seelöwen war mein Blitz. Da mussten sie immer wieder mal probieren wie der schmeckt. Die Luftblasen aus unseren Kopfhauben wurden zerbissen und da kam es auch mal vor, dass sie uns in den Kopf zwickten.
Nach 60 Minuten mussten wir zurück zum Boot durch die Kelbwälder, die Seelöwen kamen noch ein Stück mit uns und verabschiedeten sich noch mit einem Kopfzwicker. Es sind drollige und flinke Tiere bei denen man Stunden zusehen könnte wie sie spielen.

Am Abend ging es in das 590 Seemeilen entfernte Socorro Archipel. Dazu brauchten wir 3 Nächte und zwei Tage.
Nach Kontrollen vom mexikanischen Militär und der Umweltbehörde, tauchten wir bei Roca Elijos.
Als wir am Ende des ersten TG einen ca. 11 Meter großen Walhai sahen, war die Lust auf mehr da.
Bei jedem der TG sahen wir Seidenhaie (abends immer Schulen von bis zu 50 Stück) Galapagos Haie und einige sahen sogar Hammerhaie.

Wieder eine Tag- und Nachtfahrt und es ging zu den freundlichsten Mantas der Welt. Super TG mit bis zu 8 Mantas die sich in unseren Luftblasen richtig wohl fühlten. Man konnte unter ihnen schwimmen und bis wenige cm an sie heran tauchen.
Einmal kamen auch Delphine zu uns, die neugierig einige Zeit bei uns blieben. Vor dem Auftauchen noch ein Hammerhai, alles war so vielseitig.

Und es war auch kein Traum. Wir hatten in 16 Tagen auf See wunderbare Tauchgänge mit schönen
Begegnungen von ganz besonderen Tieren, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Wir fuhren Richtung Mexico nach Ensenada von wo wir die Heimreise antraten. Die lange Wartezeit auf diesen Urlaub hat sich gelohnt.

Wer diese Tour auch mal machen möchte, dem sei gesagt, dass Tauchen ist schon anstrengend.
Aber es lohnt sich, so etwas erlebt man nicht so oft.
Eines meiner Top Ziele, die ich jedem empfehlen kann.