West Papua 09/13

 

 



Mit Indo Diver nach Raja Ampat und ins Baliem Tal!


Raja Ampat und West Papua- Baliem Tal 06. bis 27. September 2013

Unsere diesjährige Reise sollte wieder einmal nach Indonesien gehen.
Nach 3,5 Tagen, zwei Zwischenübernachtungen und einem Bootstransfer kamen wir in Raja Ampat an. Das Eco Paradise Resort fanden wir genau so vor wie, auf allen Webseiten beschrieben.
Alles ist aus natürlichen Materialien gebaut, die auf der Insel wachsen.
Die hübschen Stelzenbungalows befinden sich in der sehr schönen Lagune. Die Holzhäuser sind sehr ordentlich und gemütlich eingerichtet - sogar warmes Wasser gibt es!!! Von der Terrasse aus konnten wir schon Schwarzspitzenriffhaie, Blaupunktrochen und jede Menge Fische beobachten.
Service und Organisation im Resort sind hervorragend. Hier kann man es ruhig angehen lassen und schön entspannen.
Auch das Tauchen war sehr gut organisiert:
Kein Massentourismus, jeglich 2-3 Taucher und zwei Guide waren im Wasser.
Von Manta bis Blueringoktupus über Teppichhai und Flugzeurgwrack war alles zu sehen, was kann man mehr erwarten. Die schönsten Korallengärten mit viel Kleinfisch, da strahlen die Augen der Taucher. Doch etwas hat gefehlt? …..Oder man hat schon zu viel gesehen.
Fazit: Wenn man entspannt ohne Rudeltauchen Urlaub machen möchte, dann dort.
Für mich ist allerdings die Anfahrt zu lange und der Preis zu hoch.

 

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West Papua- Baliem Tal

Wieder ging es mit Sack und Pack los.
Zwei Flüge, eine Zwischenübernachtung und noch ein Flug und man hat das Gefühl, in einer anderen Zeit angekommen zu sein.
Wamena ist ein Ort, den man nur mit dem Flugzeug erreicht. Die Stadt ist in einem großen Tal eingebaut (gelegen). Autos, Motoräder, Geschäfte, alles sieht aus wie überall in Indonesien.
Doch halt!, inmitten der Menschen läuft ein Danikrieger in traditioneller Tracht herum: also nur mit einem Penisköcher bekleidet.
Gleich nach der Landung ging es zum Wochenmarkt.
Was für ein buntes Treiben, welch vielfältiges Angebot: Schweine, Gemüse, Fleisch (allerdings ohne Kühltheke), Fisch… Geruch und Sauberkeit der Stände hat allerdings mit Hygiene nicht viel zu tun.
Meine Kamera lief jedenfalls heiß.
Anschließend fuhren wir ca. 1,5 Stunden über eine Piste von Sand, Asphalt und Geröll zu unserem Hotel, einem harmonisch in die Hang-Landschaft eingebetteten Anlage in 2000 m Höhe mit gutem Service und leckerem Essen. Wir drei waren die einzigsten Touristen im Hotel
An fünf Tagen sollten wir nun die Gegend mit dem Auto und zu Fuß erkunden.
Schon der erste Tag war der Hammer. Ein kleines Danidorf, mit Schweinen, Hunden und einer 250 Jahre alten Mumie. Christine bekam Angst: soviele nackte Menschen. Wie vor hunderten Jahren, so leben sie noch in ihren kleinen Weiher. Ich wollte alles sehen und fotografieren. Was für Motive, genau wie 2009 in Papua Neuguinea.
Danach begleiteten uns eine Frau und ein Krieger in den Dschungel. Drei Stunden lang ging es einen kleinen Pfad nach oben auf einen Berg zu einer Wasserquelle, wo sich ein winziger See als Salzgewinnung für das Dorf befand. Die beiden Begleiter liefen barfuß über Matsch, Steine, Holz und Sand.
Wir kamen fast nicht hinterher, dabei hatten wir Stiefel an. Das war ein steiler Anstieg, wo wir alle 15 Minuten pausieren mussten. Zur Abkühlung bekamen wir besondere Blätter gereicht, die wir auf unsere Stirn heften sollten. Das war kühlend und erfrischend.
Oben angekommen zeigten unsere Begleiter uns, wie sie Pflanzen in den Salztümpel legten. Das salzige Wasser wurde von den Pflanzen aufgesaugt. Im Dorf wird dann die Pflanze über dem Feuer getrocknet, das Wasser verdampft und Salzkristalle bleiben übrig.
Wenn ich Salz brauche, gehe ich in den ALDI. Das ist nicht so anstrengend!
In den nächsten Tagen fuhren und wanderten wir durch das Baliem Tal.
Wir überquerten einige waghalsige Hängebrücken, besuchten Höhlen und verschiedene Dani-Dörfer.
Gegen 16:00 Uhr waren wir immer erschöpft in unserem Hotel zurück.
Am letzten Tag sollte es zu einem Traditionellen PIG-Fest gehen.
Was uns da gezeigt wurde, übertraf alles.
Vom Überfall auf das Dorf von anderen Kriegern, bis zum Schweinschlachten und die Zubereitung sah man alles. Wie man mit Holz und Lindenzweig Feuer macht und wie man kocht oder traditionelle Waffen und Schmuck herstellt. Das ganze Spektakel dauerte 3,5 Stunden.
Beschreiben kann man das kaum, die vielen außergewöhnlichen Geräusche, Gerüche und Eindrücke kann man gar nicht derart wiedergeben.

Die Abreise war auch wieder sehr interessant. Der Flughafen mit seiner Blechhütte, der Vorgang der Betankung und vieles mehr – das war schon sehenswert.
Wieder einen Flug, eine Übernachtung in Jayapura und von dort aus ging es nach Hause.
Nach 4 Flügen und 32 Stunden sind wir wieder gut zu Hause angekommen.

Indo-Diver hat für uns die Reise geplant und organisiert.
Vielen Dank an Petra, die sich rührend um uns gekümmert hat.
Alle Transfers und Hotelunterkünfte, sämtliche Flüge und die Treckingtour haben prima geklappt und wir wurden überall sehr nett empfangen.
Fazit für diese Reise.
Wer was erleben möchte, der ist in West Papua richtig.
Man fliegt in die Vergangenheit.
Das Tauchen im Paradiese Resort, ist gut, aber viel zu teuer.
Ich hoffe, dass man einen kleinen Eindruck bekommt, wenn man sich die Bilder anschaut.
Wie immer, wer nicht mit war, hat was verpasst.

 

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